Vom Feldweg zur Bundesstraße

Der Tempelhofer Damm ist nach dem Ortsteil Tempelhof benannt. Dessen Name ist auf die christlichen Tempelritter zurückzuführen, die wohl auch für die Gründung der Dörfer Mariendorf, Marienfelde und Rixdorf verantwortlich sind. Um 1200 entstand an der heutigen Kreuzung mit der Straße Alt-Tempelhof ein Straßendorf. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Vorgängerbau der heutigen Dorfkirche Tempelhof errichtet.

Die Umgebung war viele Jahrhunderte von Landwirtschaft geprägt, später auch von militärischer Nutzung, wie z.B. durch die Truppenübungsplätze auf dem Tempelhofer Feld.

„Wenn die Mondblumen blühen“ von Jetta Carleton

Der Roman von Jetta Carleton „Wenn die Mondblumen blühen“ erschien bereits in den 1960er Jahren und wurde als Taschenbuch von Kiepenheuer & Witsch neu aufgelegt. 512 Seiten, 9,95 Euro.

Das Buch
Missouri in den 1950er Jahren: Wie in jedem Sommer kommen die längst erwachsenen Töchter von Matthew und Callie Soames für zwei Wochen zurück auf die Farm ihrer Eltern: die stets pflichtbewußte Leonie, die das Glück an sich vorbeiziehen zu lassen scheint, Mary Jo, die fernab der Familie in New York beim Fernsehen arbeitet, und Jessica, die das College sausen ließ und den falschen Mann geheiratet hat.

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Tempelhof braucht ein Theater! - Kolumne von Horst Pillau

Horst PillauDas Theater, gehört eigentlich zu den „Grundnahrungsmitteln“ des Menschen. Kunst und Kultur veredeln den Menschen, sie helfen ihm, Krisen und Probleme gut durchzustehen .  

Die repräsentative Untersuchung einer schwedischen Universität zeigt, dass Theater- und Opernbesucher eine längere Lebenserwartung haben als Menschen ohne Sinn für kulturelle Ereignisse. Das Theater ist also eine Art Lebensversicherung. Und ohne Theater findet auch eine Verrohung der Gesellschaft statt.

Ich denke, Theater bekämpfen allein durch ihre Existenz und Nutzung die Kriminalität. Und der Aufenthalt im Theater ist wesentlich angenehmer als der im Knast. Im Theater kann der Zuschauer für zweieinhalb Stunden seine Sorgen vergessen und manchmal auch bewältigen.

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Serie "Tempelhofer Größen" - Auftakt-Interview mit dem Fotografen Robert Lebeck:"Wir konnten in der Arnulfstraße Tennis spielen"

Eine Weltkarriere, die in Tempelhof ihren Anfang nahm. Robert Lebeck, Doyen der deutschen Foto-Reportage und Chronist der Bundesrepublik, schuf Foto-Ikonen der Zeitgeschichte. 30 Jahre lang prägte er mit seinen Fotos und Reportagen das Bild des "Stern", er fotografierte für Zeitschriften wie «Kristall» "Geo", "Life" und «Paris Match». Ein «echter Lebeck» bietet etwas mehr, als gewöhnliche Fotografien, ist intimer, lebendiger. Viele davon haben das schwarz-weiße Fotogedächtnis einer ganzen Generation geprägt: Willy Brandt auf dem Esel, Jackie Kennedy in Trauer, Khomeini ohne Turban, König Baudouin ohne Säbel und immer wieder Romy Schneider. Robert Lebeck erhielt 2007 als erster Fotograf den Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk. Seine Name reiht sich ein in die Liste die Großen der Fotografie: Eisenstaedt, Brassaï, Cartier- Bresson. Seine Werkschau im Frühjahr 2009 im Martin-Gropius-Bau sahen über 60.000 Besucher. 
Im Gespräch mit Holger Wettingfeld, dem Herausgeber des Tempelhof-Magazins spricht Robert Lebeck über seine Karriere und seine Kindheit in Tempelhof.