Sibylle Lewitscharoff erhält Berliner Literaturpreis 2010 - Schriftstellerin stellte 2009 "Apostoloff" in der Spukvilla vor

Der mit 30.000 Euro dotierte Berliner Literaturpreis zeichnet Autoren aus, die mit ihrem literarischen Werk in den Gattungen Erzählende und Dramatische Literatur sowie Lyrik einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur geleistet haben.

Sibylle Lewitscharoff hat die mit dem Preis verbundene Berufung der Freien Universität Berlin auf die „Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik“ angenommen. Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart geboren, studierte Religionswissenschaft und lebt nach Aufenthalten in Buenos Aires und Paris in Berlin. Als Autorin von Radiofeatures und Hörspielen, mit Kurzprosa und Romanen hat sie ihre literarische Kompetenz sprachlich wie thematisch überzeugend unter Beweis gestellt und sich als herausragende deutschsprachige Schriftstellerin exponiert.

 

 

 

Die Jury des Berliner Literaturpreises 2010 – Sigrid Löffler, Ulrich Janetzki, Ulrich Khuon, Norbert Miller und Oliver Lubrich begründet die Preisvergabe an Sibylle Lewischaroff für ihr ungemein dichtes und originelles Prosawerk, das sich in seinem eigentümlichen Amalgam aus Humor und Tiefsinn gegen alle Zuordnungen sperrt. Jeder der bisher fünf Romane der gelernten Religionswissenschaftlerin hat mit einem neuen Tonfall und der Beimischung ungewohnter und unvorhersehbarer Referenzsysteme überrascht.

Holger Wettingfeld