Schlossparktheater in Steglitz wird am 1. September wachgeküßt – Eröffnungsfeier mit Alfred Biolek und Klaus Wowereit

Ein Mann schwimmt gegen den Strom: In einer Zeit, wo allerortens Theater geschlossen werden, setzt der Kabarettist und Schauspieler Dieter Hallervorden mutig den Gegentrend: Am 1. September 2009 wird das Steglitzer Schlosspark- theater seine lange verschlossenen Türen dem kultur- und theaterinteressierten Publikum wieder öffnen – mit Dieter Hallervorden als Intendant. Bei dem Unterfangen, das traditionsreiche Steglitzer Theater seiner Bestimmung wieder zuzuführen, ist dem Gründer der Kabarett-Institution „Die Wühlmäuse“ ein echter Coup im Berliner Kulturbetrieb gelungen.

Zur Eröffnungsfeier am 1. September werden als Moderatoren-Team Alfred Biolek sowie der regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit (SPD) das Publikum durch den Abend führen. Dabei werden all jene Künstler noch einmal auftreten, die dieses Theater einst zu Glanz und Gloria geführt haben.

Bei der künftigen-Programmgestaltung bleibt „Didi“, Hallervordens Slapstick-Figur aus „Nonstop Nonsens“, jedoch konsequent draußen. 
Statt Klaumak bietet der bekennende Frankreich-Liebhaber und Romanist Dieter Hallervorden intelligentes und unterhaltendes Sprechtheater mit hochkarätigen Schauspielern, namhaften Regisseuren und einem attraktiven Stückerepertoire an. Ergänzend dazu werden auch Konzerte, Lesungen und Kleinkunst geboten.

Die Eröffnungsfeier ist der Auftakt für einen Theatermonat mit einem opulenten Angebot:

Gleich am 2. September steht mit „Die Socken – Opus 124“ bietet das Schlosspark Theater eine eigene Theaterproduktion an. Unter der Regie von Katharina Thalbach spielen Ilja Richter und Dieter Hallervorden die deutsche Erstaufführung dieses französischen Theaterstücks, das gerade in Paris große Erfolge feierte. 
Am 23. September folgt unter unter der Regie von Ottokar Runze eine weitere Theater-Premiere: „Es wird Zeit“ mit Brigitte Grothum und Michael Degen. 

 

 

  

Weitere Highlights im September sind:
Das Deutsche Theater Göttingen präsentiert „Nathan der Weise“. Lessings Klassiker um religiöse Toleranz könnte den Zeitgeist kaum besser treffen. Eva-Ingeborg Scholz in Erich-Maria Schmitts „Oskar und die Dame in Rosa“ und Ingrid van Bergen in „Die Klatschmohnfrau“ gehen mit sensiblen Einpersonenstücken unter die Haut. 
In „Wilhelm Busch träumt von Paris“ singen und erzählen die drei Geschwister Katharina Thalbach, Madeleine Besson und Pierre Besson. „Franz Biberpelz“-Darsteller Günter Lamprecht liest aus dem Roman „Berlin Alexanderplatz“. Kabarettist Frank Lüdecke erläutert in seinem Programm „Verwilderung“ u.a. über den Königsweg zum Reichtum: Arbeit, Erbschaft, Steuerhinterziehung!

In einem theaterarmen Bezirk wie Tempelhof (einzige wichtige Ausnahme:ufaFabrik), ist die Neueröffnung eines Theaters in einem Nachbarbezirk eine gute Nachricht und macht Mut! Lesen Sie dazu auch die Kolumne der Berliner Theater-Legende Horst Pillau. 

Holger Wettingfeld

Weitere Informationen unter: www.schlosspark-theater.de
Kartentelefon: 030-789 56 67-100