Galerie «198» in Tempelhof zeigt Fotografien und Collagen von James Clancy - Vernissage am 18. Juni 2011


Es geht weiter! Die im April 2011 von Dorothea Böhland und Michael Schremmer in privater Initiative eröffnete Galerie „198“ am Tempelhofer Damm 198 zeigt in ihrer zweiten Ausstellung Fotografien und Collagen des in Berlin lebenden irischen Fotografen James Clancy.

Die Ausstellung läuft vom 18. Juni bis zum 9. Juli 2011.

Zur Vernissage am Samstag, dem 18. Juni 2011, von 16-20 Uhr, spielt das Jazz-Duo Antje Rößeler (piano) und Lina Peters (sax).

Bei dieser Ausstellung handelt es sich um eine „Werkschau“ Clancys, der bereits in zahlreichen europäischen Städten und zuletzt in Macau (China) ausgestellt hat und soeben mit „Border Country“ seinen ersten, im Kehrer Verlag erschienenen Bildband vorlegte.

Die Galerie „198“ zeigt sowohl seine beinahe mystisch anmutenden Schwarz-Weiß-Fotografien, die den Großteil der gezeigten Arbeiten ausmachen, als auch seine farbigen Collagen, die erstmals einem öffentlichen Publikum vorgestellt werden.

Die Ausstellung gliedert sich in die Bilderzyklen „Border Country“ und „Life Lines“, wobei letzterer die Stadtbilder der Serie „Still Lives“ und die Collagen umfasst.

 

 

 

Clancys Fotografien zeichnen sich durch das kunstvolle Spiel von Licht und Schatten, vor allem aber durch eine spezifische Magie der Bilder aus, die durch eine tiefere Ebene des Dargestellten entsteht. Diese faszinierende Tiefe seiner Fotografien ist Ergebnis einer Arbeitsweise, die unabdingbar mit der eigenen subjektiven Befindlichkeit verknüpft ist und aus einer intensiven Suche nach Bildern und Räumen resultiert, die auf der einen Seite Ausdruck des eigenen emotionalen Zustands sind, auf der anderen Seite aber auch – in umgekehrter Richtung – dem Fotografen Erkenntnisse über das eigene Selbst verraten, die dem eigenen Bewusstsein zuvor verborgen waren. Ständiges Im-Fluss-Sein, Veränderung und Selbstsuche prägen Clancys Schaffensprozess, aber auch sein Leben. Entscheidend dabei ist, so der Künstler selbst, den Fotografien mit großer Geduld Zeit und Raum zu geben, damit sie ihren Sinn entfalten können.

Der Bilderzyklus „Life Lines“ entstand in einer Phase der Selbstsuche und Selbstorientierung nach jahrelanger Abstinenz von der Fotografie. Es ging darum, das „Verhältnis zu der Stadt, in der ich den größten Teil meines Lebens verbracht hatte, [zu] verstehen“, so der Wahl-Tempelhofer Clancy.

Die Fotografien des Zyklus „Border Country“ (Grenzland) sind aus der Suche heraus entstanden, einen Ort zu finden und in Bildern festzuhalten, der den eigenen unbehaglichen und spannungsgeladenen Herzens- und Seelenzustand widerspiegelt und zugleich neue Erkenntnisse über das eigene Selbst offenbart. Es sind geheimnisvolle Naturaufnahmen und Fotografien zerfallender Reste menschlicher Zivilisation, die die Natur erneut in Besitz zu nehmen beginnt.

Holger Wettingfeld

Ausstellungsdauer: 18. Juni bis 9. Juli 2011

Vernissage: Samstag, 18. Juni, 16-20 Uhr

Finissage: Samstag, 9. Juli 2011, 14-18 Uhr

Öffnungszeiten der Galerie: Mi – Fr 15-19 Uhr, Sa 14-18 Uhr und nach Vereinbarung

Adresse: „198“ Galerie in Tempelhof, Tempelhofer Damm 198 – im Hof, 12099 Berlin

Tel.: 030 751 76 56, Mobil: 0173 3597166, e-mail: galerie198@gmx.de

Verkehrsverbindungen: U6 Kaiserin-Augusta-Straße, Bus 184, 284, schräg gegenüber Karstadt Tempelhof