Interview mit Jörg Zander - Tempelhof muss Thema werden

Jörg Zander ist Vorsitzender des Vereins TeMa - Verein für Tempelhof und Mariendorf e.V.

Te-Damm Magazin: Herr Zander, wer oder was ist TeMa e.V.?
Herr Zander: TeMa ist ein unabhängiger und überparteilicher Verein, der sich in erster Linie als Plattform für engagierte Menschen versteht, egal ob Anwohner, Einzelhändler, Gewerbetreibende, Eigentümer oder Eltern. Wir sehen uns als Impulsgeber und Koordinator für mehr Aufenthalts- und Lebensqualität rund um den Tempelhofer Damm.

Te-Damm Magazin: Wie ist Ihr Zuspruch und welche Projekte konnten Sie bereits realisieren?
Herr Zander: Unsere Aktionen haben zum Ziel, den Einzelhandel am Te-Damm zu stärken und das Image Tempelhofs positiv zu verändern. Tempelhof selbst muss Thema werden. Das Interesse daran ist erstaunlich gut. Mit der Osterrallye werben wir z.B. für den Tempelhofer Einzelhandel, mit den Ohrenschmaus-Lesungen in der Spukvilla unterstützen wir die kulturelle Vielfalt im Bezirk. Der Fotowettbewerb hat zur Identifikation mit dem Bezirk beigetragen.
Unsere Aktion für mehr Verkehrssicherheit am Te-Damm anlässlich des „Tages gegen den Lärm“ fand auch bei der BVV ein positives Echo. Auf unsere Initiative hin hat der Verkehrsausschuss einen „Runden Tisch“ für die B 96 beschlossen.

Te-Damm Magazin: Wie beurteilen Sie das Großprojekt am Tempelhofer Hafen?
Herr Zander: Ich bin sehr gespannt und sehe dieser zusätzlichen Einzelhandelsfläche mit gemischten Gefühlen entgegen. Sicherlich ergibt sich eine große Chance, dass der Te-Damm nicht weiter große Umsätze an die Schlossstraße und die Gropiusstadt-Passagen verliert. Die Auswirkung im nördlichen Teil des Te-Damms könnte jedoch mittelfristig eher negativ ausfallen. Hier bleibt abzuwarten, ob der Bezirk es schafft, z.B. den Vorplatz des Tempelhofer Rathauses attraktiver zu gestalten.

Te-Damm Magazin: Welche kulturellen Impulse versprechen Sie sich vom neuen Tempelhofer Hafen?
Herr Zander: Ich hoffe, dass hier die Versprechen der Investoren eingehalten werden. Geplant waren ja ein Badeschiff, eine Freichlichtbühne, eine Kinderspiellandschaft in Kooperation mit der ufaFabrik und ein Theater im Speichergebäude.

Herr Zander, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.


Peer Anhalter